Wie ist das eigentlich mit der Barzahlung an Automaten?

Wie der Titel schon beschreibt, stellt sich die Frage, in welcher Form eine Barzahlung an Automaten gesetzliche geregelt ist. Dies soll am Beispiel eines unfreiwilligen „Schwarzfahrers“ aufgezeigt werden, welcher zwar genügend Bargeld, jedoch keine passenden Münzen bei sich führt, um ein gültiges Ticket zu erwerben.

Grundsätzlich ist der Euro uneingeschränktes Zahlungsmittel. Damit muss jeder den Euro in beliebiger Stückelung akzeptieren. Weiter ist aber jeder Vertragspartner (damit auch der Verkäufer) berechtigt, die Vertragskonditionen frei zu bestimmen. Daher kann durchaus in den AGB stehen (oder auch mündl. vereinbart werden), dass gewisse Zahlungsformen einzuhalten sind.

Wie kann es aber bspw. einem Touristen ergehen? Er kommt in Berlin am Hauptbahnhof an, erwirbt eine Fahrkarte mit einem 10-Euro-Schein und alles ist gut. Am nächsten morgen kommt er aus dem Hotel und nimmt die nächste Straßenbahn. Noch bevor er wirklich realisier, dass er dort nicht wie vorher mit seinem 10-Euro-Schein zahlen kann, hat er die Zahlungsaufforderung über 60 Euro in den Händen.

Darf die BVG, welche in ihrer Rolle als ÖPNV als Daseinsvorsorge gelten sollte Scheine ablehen?

Klare Empfehlung sollte in solch einem Fall sein, das reguläre Beförderungsentgelt zu zahlen und die Differenz zum erhöhten Beförderungsentgelt zu bestreiten.

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